Domestikation
Zentralverband Deutscher Pelztierzüchter e.V.

Nach mehr als 90 Generationen in der Zucht in Deutschland – 120 Generationen international
gesehen sind Farmnerze domestiziert.
Das hat eine Reihe namhafter Wissenschaftler dargelegt, die sich im Rahmen umfassender Forschungsprojekte
mit der Frage der Domestikation beschäftigt haben, insbesondere K.E. Heller, D. Kruska, O. Trapezov, P.R. Wiepkema.
Die genetischen Veränderungsprozesse, an Hand derer die Domestikation nachgewiesen werden kann, sind nach Parametern von
Gautier (1998) belegbar. Hinsichtlich der Dauer der Domestikation gehen Bökönyi, LaRecherche und Uerpmann von 20.-30
Generationen aus, wenn man das morphologische Kriterium als Basis zugrunde legt.
Das bestätigen u.a. auch die Selektionsversuche mit Silberfüchsen, die Beljaev bereits im Jahre 1957 durchführte.
Nach ungefähr 20 Generationen verhielten sie sich wie Hunde (cf. Grandin und Deesing 1998).
Der auf Farmen angewandte ”Handschuh-Test” nach Trapezov zeigt bereits nach 2 bis 3 Jahren angemessener Selektionsarbeit
einen Ausschlag der Gauss’schen Normalverteilung in den positiven Bereich.
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